Nitro Oxide – Stickstoffmonoxid

Für die Entdeckung des winzigen Moleküls Stickstoffmonoxid (NO)

wurden 1998 die drei amerikanischen Wissenschaftler Robert F. Furchgott, Ferid Murad und Louis Ignarro mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. 

Diesen Forschern gelang es erstmals, die große Bedeutung des NO für die Blutversorgung von Organen und dessen Rolle als Botenstoff im Organismus nachzuweisen. Botenstoffe, dazu zählen z. B. auch die Hormone, dienen der
Informationsübertragung und regulieren dadurch Stoffwechsel und
Organfunktionen.


Als erster wurde Ende der 70er Jahre der Pharmakologe Ferid Murad auf das
Stickstoffmonoxid (NO) aufmerksam. Bei Untersuchungen mit Nitraten – einer
Substanzgruppe, die bei akuten Brustschmerzen eingesetzt wird – entdeckte er,
dass diese NO freisetzen, welches eine Erweiterung (Dilatation) der Blutgefäße
bewirkt. Auch der Pharmakologe Robert F. Furchgott untersuchte die Auswirkungen
von Medikamenten auf die
Blutgefäße.
Er fand heraus, dass die innerste Gefäßschicht (Endothel) eine unbekannte
Substanz (Faktor) produziert, die in der darunterliegenden Muskelschicht deren
Erschlaffung (Relaxierung) herbeiführt.
Da er die Substanz nicht bestimmen konnte, nannte er sie EDRF
(Endothelium-derived relaxing Factor, von dem Endothel stammender,
Gefäßmuskulatur-erschlaffender Faktor).
Mit den Erkenntnissen über NO erschließen sich völlig neue Möglichkeiten
bei der Behandlung von Gefäßerkrankungen und den dadurch bedingten Organschäden.
NO ermöglicht optimale Durchblutung zum und vom Verdauungstrakt, was dem Körper
hilft, Nahrung effektiv zu verdauen und Nährstoffe zu nutzen, die dann durch das
Netzwerk aus Arterien und Gefäßen im Körper verteilt werden.
 
Stickstoffoxid hilft auch dem
Darm sich richtig zu bewegen und die Entspannung der Muskeln der Darmwand zu
kontrollieren. Erhöhtes Stickoxid kann auch Hilfe für Menschen bedeuten, die am
Reizdarmsyndrom leiden durch ein besseres Energie-Level und eine insgesamt
verbesserte Gesundheit des Verdauungssystems.

Die intensive Forschung in
den letzten Jahren hat ergeben, dass Stickstoffmonoxid nicht nur ein sehr
bedeutender Signalstoff im Herz-Kreislaufsystem ist, sondern auch bei der
Bekämpfung von Infektionen und bei der Steuerung des Nervensystems eine wichtige
Rolle spielt. NO befindet sich in fast überall im Körper und wird unmittelbar am
Wirkungsort gebildet. NO wird in den Endothelzellen der Gefäße durch Abspaltung
von der Aminosäure L-Arginin mittels eines Enzyms (NO-Synthase) gebildet.

Auslösende Reize sind körpereigene Substanzen, wie z. B. Acetylcholin,
Noradrenalin oder auch Druckkräfte des Blutes. Aufgrund seiner kleinen
Molekülgröße kann NO dann ungehindert in die Gefäß-Muskelschicht diffundieren
(wandern), wo es eine aktivierende Wirkung auf die Guanylatcyclase ( Enzyme ) ausübt.

Dieses Enzym bildet den Botenstoff cGMP, der über weitere Schritte eine
Erschlaffung der Gefäßmuskulatur bewirkt – das Gefäß erweitert sich.

Neben der Weitstellung der Gefäße hat NO auch noch andere positive
Eigenschaften:

Die erweiternde Wirkung betrifft nicht nur die Muskulatur der Gefäße,
sondern auch die des Bronchialbaums.

NO, das von den Endothelzellen in das Gefäßlumen abgegeben wird, kann die
Zusammenlagerung von Blutplättchen verhindern (=Thrombusbildung). Im
Nervensystem dient es als wichtiger Signalstoff (Transmitter), der Einfluss auf
Gehirn- und Magen-Darm-Funktionen nimmt.

So rufen in der Darmwand
gelegene Nervenendigungen durch die NO-Ausschüttung eine Relaxierung
(Entspannung) der Ringmuskulatur hervor. In Abwehrzellen (Makrophagen) wird NO
gebildet, das aufgrund seiner starken „Reaktionsfreudigkeit“ in der Lage ist, Bakterien zu
zerstören. Auch bei der Tumorbekämpfung verspricht man sich neue Wege mit NO
gehen zu können, da NO, das von weißen Blutzellen produziert wird, nicht nur
Bakterien, sondern auch Zellen unschädlich machen kann. Stickstoffoxid ist für
optimale Gesundheit also entscheidend. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass es
die Zellen im Körper verteidigt, erhält und repariert.

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Kommentare: 3
  • #1

    Chris Faust (Donnerstag, 19 Juni 2014 14:35)

    Top Beitrag kann mann nicht dazu fügen

  • #2

    Georgetta Lipsey (Donnerstag, 02 Februar 2017 18:34)


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  • #3

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